- Die Qualitätsmanagement-Politik der Freien Wohlfahrtspflege, 16.11.2004 (56 Kilo Byte)
- Caritas-Qualität Aktuell Infoservice I (200 Kilo Byte)
- Caritas-Qualität Aktuell Infoservice II (158 Kilo Byte)
- Qualitätsmanagement im deutschen Caritasverband-Aufsatz (512 Kilo Byte)
- Eckpunkte für Qualität in der verbandlichen Caritas (63 Kilo Byte)
Qualitätsmanagement
Übersicht:
Qualitätsentwicklung und Qualitätsmanagement im Deutschen Caritasverband
Qualitäts- und Strukturentwicklung im Deutschen Caritasverband
Verbundprojekt Qualitätsmanagement
Qualitätsentwicklung und Qualitätsmanagement im Deutschen Caritasverband
Die Qualität Sozialer Arbeit sowie Qualitätsentwicklung und Qualitätsmanagement sind für den Deutschen Caritasverband wichtige und zukunftsweisende Themen. Es ist ein zentrales verbandspolitisches Ziel, Qualitätsentwicklungsprozesse in allen Fachbereichen sowie den Einrichtungen und Diensten der Caritas zu initiieren und zu unterstützen.
Um Qualitätsmanagement in den Diensten und Einrichtungen der Caritas wirksam umsetzen zu können, sind verschiedene Voraussetzungen notwendig. Die Dienste und Einrichtungen der Caritas müssen die Fachlichkeit und Wertorientierung der angebotenen Dienstleistungen und Hilfen beschreiben. Sie müssen die fachlichen, sozialpolitischen und ökonomischen Anforderungen erfüllen. Das Leitbild des Deutschen Caritasverbandes ist Maßstab und Orientierungsrahmen für die Entwicklung von einrichtungsspezifischen Qualitätsanforderungen. Anhand des Leitbildes richten die Einrichtungen und Diensten der Caritas ihr Qualitätsmanagementsystem wertorientiert aus, um so die caritasspezifische Qualität eindeutig zu akzentuieren. Die Kombination von weltanschaulichen, theologisch-ethischen, verbandlichen und fachlichen Qualitätsgrundsätzen und deren Umsetzung im beruflichen Handeln der Mitarbeitenden sind die spezifischen Merkmale der Qualität der Caritas.
Qualitätsmanagement und Qualitätsentwicklung gewinnen in der Freien Wohlfahrtspflege immer mehr an Bedeutung. Ökonomisierung
und Preiswettbewerb im Bereich der Sozialen Arbeit bestimmen den modernen Sozialmarkt. Die Träger sozialer Dienstleistungen
optimieren ihr berufliches Handeln und verbessern kontinuierlich die Servicequalität ihrer Angebote. Speziell in der Betreuung
von Hilfe- und Schutzbedürftigen müssen Mindeststandards gesetzt werden, um den Schutz der Nutzer(innen) zu gewährleisten.
Ziel ist, die erzieherischen und sozialpflegerischen Arbeitsverfahren konkret zu beschreiben, um sie für sich selbst und andere
nachvollziehbar, überprüfbar und vergleichbar zu machen.
Qualitäts- und Strukturentwicklung im Deutschen Caritasverband
Im § 6 der Satzung des Deutschen Caritasverbandes verpflichtet dieser sich, "als Zusammenschluss der verbandlichen Caritas auf Bundesebene die Funktionen der Koordinierung, der Interessensvertretung sowie der Qualitäts- und Strukturentwicklung" zu erfüllen. Die Funktion für den Bereich der Qualitätsentwicklung in wird in folgenden Bereichen deutlich:
- Der Deutsche Caritasverband ist im Jahre 2000 Mitgesellschafter der proCum Cert Zertifizierungsgesellschaft GmbH geworden. Weitere Informationen finden Sie auf der Internetsite der proCum Cert: www.procum-cert.de
- Im Jahre 2001 hat der Deutsche Caritasverband die Arbeitsstelle Qualitätsmanagement eingerichtet. Diese hat die Aufgabe, Prozesse
der verbandlichen Qualitätsentwicklung auf der Bundesebene zu koordinieren, die Arbeitsbereiche fachlich zu unterstützen,
mit den Verbänden der Bundesarbeitsgemeinschaft der Freien Wohlfahrtspflege (BAGFW) in Fragen der Qualitätsentwicklung zusammen zu arbeiten und gemeinsam mit den verbandlichen Gliederungen und Mitglieder
die Qualitätspolitik des Deutschen Caritasverbandes in den angebotenen Dienstleistungen und Hilfen zu verwirklichen.
Das Dokument zum Herunterladen:
Die Qualitätsmanagement-Politik der Freien Wohlfahrtspflege, 16.11.2004
- Mit dem Caritas-Qualität Aktuell Infoservice informiert die Arbeitsstelle Qualitätsmanagement zeitnah über aktuelle Entwicklungen auf Bundesebene in Fragen des Qualitätsmanagements
und der Qualitätssicherung. Der Infoservice richtet sich an die Diözesancaritasverbände, die bundesweiten Fachverbände und
Arbeitsgemeinschaften, die Bundesfachkonferenzen, die Fachreferent(innen) "Qualität" in den unterschiedlichen Gliederungen
des Deutschen Caritasverbandes. Des Weiteren können alle "Qualitätsinteressierte und Qualitätsverantwortliche" diesen Infoservice
erhalten.
- Im Frühjahr 2003 hat der Zentralrat des Deutschen Caritasverbandes die "Eckpunkte für Qualität in der verbandlichen Caritas"
in Kraft gesetzt. Die Eckpunkte verstehen sich als Konkretisierung des Leitbildes und bilden die normative Grundlage für Prozesse
der Qualitätsentwicklung und den Aufbau von Qualitätsmanagementsystemen im Deutschen Caritasverband. Die Eckpunkte unterstützen
die Einrichtungen und Dienste der verbandlichen Caritas darin, ihr Qualitätsmanagement an gemeinsamen und verbindlichen Grundlagen
auszurichten. Qualität hat für die Caritas fachliche, ökonomische, ökologische und nicht zuletzt biblisch- theologische Dimensionen.
- Im Dezember 2003 hat der Geschäftsführende Vorstand des Deutschen Caritasverbandes für eine Projektlaufzeit von drei Jahren
(2004 - 2006) das Verbundprojekt Qualitätsmanagement beschlossen. Es begleitet die Fachbereiche Ambulante Häusliche Pflege,
Allgemeine Sozialberatung, Fort- und Weiterbildung, Erziehungshilfe, Jugendsozialarbeit, Offene soziale Altenarbeit und Schwangerschaftsberatung
die Entwicklung, Implementierung und Evaluation caritasspezifischer Qualitätsprozesse fachlich begleitet. Das Projektmanagement
wurde der Arbeitsstelle Qualitätsmanagement übertragen. Projektlaufzeit: 1.12.2004 bis 31.12.2006.
Verbundprojekt Qualitätsmanagement
Vor dem Hintergrund der fortlaufenden Qualitätsentwicklung im Deutschen Caritasverband initiierte der Deutsche Caritasverband im Dezember 2003 das Verbundprojekt Qualitätsmanagement. Ziel des Projektes ist, für sieben Fachbereiche in einer Projektlaufzeit von drei Jahren die Entwicklung, Implementierung und Evaluation caritasspezifischer Qualitätsprozesse zu begleiten.
Im Verbundprojekt Qualitätsmanagement entwickeln die Arbeitsbereiche Fort- und Weiterbildung, Jugendsozialarbeit und Schwangerschaftsberatung
Bundes-Rahmenhandbücher und untersuchen diese im Hinblick auf ihre Umsetzbarkeit und Wirksamkeit. Die Fachbereiche Ambulante
häusliche Pflege, Allgemeine Sozialberatung und Jugendhilfe entwickeln Qualitätsleitlinien. Diese bauen auf die bisherigen
Qualitätsentwicklungen der Diözesancaritasverbände auf und beschreiben gemeinsame arbeitsfeldspezifische Kriterien der Caritasqualität.
Die Entwicklung der Qualitätsleitlinien und Bundes-Rahmenhandbücher orientieren sich an den Grundsätzen "Eckpunkte zur Qualität
in der verbandlichen Caritas", "Eckpunkte der BAGFW - Qualitätsstrategie" sowie europäisch anerkannten Darlegungsverfahren. Aufgrund des Verbundes unterschiedlicher Fachbereiche
können in den Bereichen des Projektmanagements, der wechselseitigen Beratung sowie der Instrumenten- und Konzeptentwicklung
Synergieeffekte erreicht werden.
Ziele des Verbundprojekts sind:
- Fachpolitisches Ziel ist, die beteiligten Projektteilnehmer kompetent in den arbeitsfeldspezifischen Prozessen der Qualitätsentwicklung
zu unterstützen.
- Verbandspolitisches Ziel ist, den Aufbau und die Weiterentwicklung qualitätsorientierter Strukturen und Prozesse karitativer Arbeit zu fördern. Damit sollen verlässliche Zusagen an Politik, Kostenträger und Öffentlichkeit sowie an die Nutzer/innen sozialer Dienstleistungen und Hilfen der Caritas gewährleistet werden.
Über den Fortgang und die Ergebnisse des Verbundprojektes wird regelmäßig und zeitnah im Infoservice Caritas Qualität Aktuell und in den Projekt-Reviews informiert.
